
Kaleici - Antalyas pittoreske Altstadt Kaleici (deutsch: "innerhalb der Festung"), die heutige Altstadt des ca. 1 Million Einwohner zählenden Ferienortes Antalya, wurde im Halbrund auf Felsen hoch über dem Meer erbaut, die beeindruckenden Ausläufer des Taurusgebirges in Sichtweite. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts schärmte der englische Kapitän Beaufort: "Eine schönere Stelle für eine Stadt dürfte schwer zu finden sein". Noch bis ins letzte Jahrhundert hinein bestand Antalya aus nicht viel mehr als diesem Viertel.
Heute bezaubert Kaleici mit der Intimität eines Dorfes, das zum Glück absolut geschützt ist. Nichts darf hier zerstört werden. Die Sanierung dieses pittoresken Kleinodes begann in den siebziger Jahren rund um den Hafen als staatliches Projekt. Typisch für Kaleici sind die osmanischen Häuser, mit vorspringendem Obergeschoss, Holzgittern vor den Fenstern und den Holzveranden, auf denen sich ein grosser Teil des türkischen Familienlebens abspielte. Viele dieser Häuser in den engen, labyrinthähnlichen Gassen Kaleicis sind schon liebevoll restauriert, viele weisen aber auch noch in ihrem halb verfallenen Zustand eine geheimnisvolle Schönheit auf, die mit der Renovierung der gesamten Altstadt dann verschwunden sein wird. Über die Steinmauer manch alten Grundstücks ragen Bäume und hinter den grossen Holztoren befinden sich nicht selten die landestypischen Hinterhöfe mit dem traditionell in Blumenmuster ausgelegten Mosaik aus hellen und dunklen Kieseln. Im Sommer, wenn die Temperatur in Antalya regelmässig die 30 Grad Marke überschreitet, schüttet man Wasser auf diese Steine, das dann langsam verdunstet und so für Kühlung sorgt.
Nicht nur die Schönheit dieses Viertels macht einen Besuch hier unbedingt lohnenswert, auch viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in Kaleici. Allen voran das Wahrzeichen Antalyas, das auf dem höchsten Punkt der Altstadt im 13. Jahrhundert erbaute Yivli-Minarett. Auch das Hadrians-Tor, um 130 n. Chr. zu Ehren des Besuchs des römischen Kaisers Hadrian errichtet, zieht jedes Jahr viele Touristen an. Das Kaleici-Museum, ein ethnologisches Museum, stellt das Leben eines Paschas im 19. Jahrhundert nach.
Den Weg hinunter zur idyllischen Bucht unterhalb der Altstadt söumen zahlreiche Souvenirläden. Hier im Hafen, von dem viele sagen, er sei der schönste der Türkei, liegen das ganze Jahr über Yachten und wunderschöne Holzsegelboote vor Anker und im Schutz der Hafenmauer geht es in den Cafe´s, Bars und Restaurants bis in die Nacht hinein hoch her.
Wer das ursprüngliche Antalya kennen lernen möchte, sollte sich hier im Viertel einquartieren, das für jeden Geldbeutel die passende Unterkunft bietet: vom edlen Luxushotel bis zur liebevoll geführten Familienpension.
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