Die Stadt ist mit ca. 60 000 Einwohnern die größte in der Umgebung, lebt von der Landwirtschaft und dient zur Versorgung der umliegenden Kleinstädte und Dörfer im Hinterland.
Anamur selbst hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten, aber am östlichen Ende des 12 km langen Sandstrandes der Stadt liegt die größte und besterhaltene Burg der gesamten Küste. Bereits die Römer hatten an der Feste gebaut, später wurde sie dann von Piraten bewohnt. Ihren Namen "Anamur", was "windiger Ort" bedeutet, gaben ihr dann aber erst die türkischsprachigen Eroberer. Im Laufe der Jahre hatte das Bollwerk dann viele Bewohner, die sie alle weiter ausbauten. Bei gutem Wetter kann man von der Burg aus die Insel Zypern sehen, die direkt gegenüber liegt.
Etwas weiter westlich kann man noch die Ruinen der Stadt Anamurium besichtigen. Die antike Stadt wurde im vierten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Wegen der Araberstürme im siebten Jahrhundert wurde sie jedoch aufgegeben. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde sie schließlich von Armeniern bewohnt. Die alte Stadt war damals ein wichtiges Handelszentrum und lebte, ähnlich wie Anamour heute, von der Landwirtschaft.
Auch wenn der Weg von Antalya oder Alanya bis nach Anamour etwas länger ist, lohnt sich die Fahrt schon allein wegen der wunderschönen Landschaft, durch die man fährt und dem fantastischen Ausblick von der Burg Anamur. |