Info-Center
Specials


AYT-EN

Travel tips - Chimaira


Die Erde spuckt Feuer


Chimaira ist nicht nur Rucksacktouristen ein Begriff - Touristengruppen kommen den Wanderern auf dem Pfad ebenso


entgegen wie türkische Großfamilien. Eine Verschnaufpause am hellen Kieselstrand von Cirali ist da gerade recht: Auf Holzbänken vor einem der einfachen Strandrestaurants schmecken gebratene Auberginen und Lammspieße nach der dreistündigen Tour besonders gut.
Im Juli und August lohnt es sich, nachts am Strand auszuharren: Dann schlüpfen fast jede Nacht Karettschildkröten, die in Windeseile über den zehn Meter breiten Kiesstreifen ins Meer krabbeln. Jedoch wandelt sich Cirali in der Hauptsaison vom beschaulichen Örtchen zum überfüllten Treffpunkt junger Rucksacktouristen, die die vielen kleinen Holzhütten inmitten üppig wuchernder Gärten bevölkern.
Angelockt werden die Sonnenhungrigen vor allem von einem weiteren Höhepunkt des Lykischen Pfades: dem antiken Olympos. Die am Ausgang einer Schlucht liegende Hafenstadt ist nach dem Berg benannt, der sich zehn Kilometer nordwestlich erhebt. Vor mehr als 2000 Jahren gehörte die Siedlung zu den führenden Städten Lykiens, von hier aus wurden die Seerouten von Rom nach Syrien und Zypern beherrscht.
Wenn sie vom Meer aus in die abends still und einsam liegenden Ruinen eintreten, blicken die Wanderer auf eine überwucherte Ebene zwischen zwei Hängen, auf der sich Wurzeln um umgestürzte Säulen schlingen und Bäume aus den Überbleibseln uralter Gemäuer ragen. Es macht Spaß, sich auf engen Pfaden durchs Blattwerk zu schlängeln und nach besonderen Entdeckungen Ausschau zu halten - die Reste eines Theaters sind ebenso zu bewundern wie Badehäuser, eindrucksvolle Portale, eine verfallene Brücke und aufwendig verzierte Sarkophage.
Die steinernen Riesensärge sind charakteristisch für die Region. Ob hoch oben zwischen Felsen verborgen, inmitten von Küstendörfern, halb im Meer versunken oder direkt neben den Straßen - überall in Lykien "stolpert" man über die oft mehrere Tausend Jahre alten, übermannshohen Truhen mit den spitzbogigen Deckeln, in denen die Lykier einst die Gebeine ihrer Verstorbenen bestatteten.
Eine weitere Art der Bestattung lässt sich am eindrucksvollsten in der weiter westlich gelegenen Stadt Myra erkunden: Dutzende Meter über dem Boden in den Fels gehauene Grabkammern, sorgfältig zugemauert und mit weithin sichtbaren Schmuckelementen verziert.
Auf dem Weg dorthin werfen junge Pflücker den Wanderern von ihrem mit Orangen beladenen Lastwagen einige Früchte zu. Diese für Lykien typischen Vitaminspender sind den Touristen willkommene Durstlöscher. Denn nicht zum ersten Mal haben sich die im Wanderführer angegebenen Wasserstellen als verdreckte oder sogar gänzlich versiegte Brunnen für die in den Wäldern umherlaufenden Ziegenherden erwiesen.

Quelle:
http://www.manager-magazin.de/life/reise/0,2828,426109-2,00.html

 

Seite empfehlen

« Vorherige Seite » Nächste Seite


Antalya24 News abonnieren
 
Feed2Mail.org


RSS-Portal.com - Newsfeed
.
AGB |  Impressum  |  Nutzungsbedingungen  |  Service-Center  |  Kontakt